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Erstellt am: 18.01.2018



Mia und Milo (geb. ca. 05 - 06/2017) sind als Opfer eines Wohnungsbrandes zu uns gekommen. Wir erhielten eines Sonntagsmorgen früh um 8.00 einen Anruf von einer Frau, die erzählte, dass bei ihrem Sohn die Wohnung ausgebrannt sei, ganz zuletzt habe die Feuerwehr noch die 2 Katzen aus der Wohnung geholt. Der Sohn sei zwischenzeitlich aus dem Krankenhaus entlassen und befinde sich bei seinen Eltern, die 2 Katzen, die wohl auch viel Rauch eingeatmet hätten, hätten sie bei sich im Hausflur, man könne sie wegen eigener Katzen nicht aufnehmen. Sicherlich müssten sie zum Tierarzt, aber man habe kein Auto und der Sohn keine finanziellen Mittel. Wir wiesen darauf hin, das öffentliche Tierheim anzurufen, da wir schon total voll seien und kein Tierheim haben. Dort würde nur der AB laufen und eigentlich suche man nur eine Unterbringung für die nächsten Monate. Auf die Frage, wie alt die Tiere sind, wurde geantwortet, 9 Monate, beide weiblich. Kastriert – nein (natürlich nicht). Geimpft – ja, aber im Moment wüsste man den Tierarztnamen nicht. Ich empfahl, weiter im zuständigen Tierheim zu versuchen und teilte mit, dass ich mal überlegen wolle.



Aufgelegt und gleich Tierpension angerufen – ja, Zimmer frei. Tierarzt angerufen – Band mit Notdienst für das WE lief, Ehemann befragt – ja, ich fahre. Hin und her überlegt und dann entschieden, Aufnahme gg. Übergabe der Tiere an uns anzubieten, da wir nicht monatelang Pension und Tierarztkosten tragen können für fremde Tiere. Die Zusage kam schnell und mein Mann fuhr los.



Als die Katzen ankamen, gleich weiter zum Tierarzt und da gab es dann Überraschungen:

Zuerst einmal hatten beide Katzen noch Milchzähne und waren von 9 Monaten weit entfernt, die Schwester Mia ist noch ein ganz kleiner Zwerg. Milo, der uns als Mila gemeldet war, wurde dann umgetauft, da er kein Mädchen ist (in dem Moment war ich froh, dass die beiden zu uns kamen und sich nicht lustig vermehren würden). Milo war in gutem Zustand, Mia benötigte medikamentöse Hilfe, da ihre Lunge angegriffen war. Bei weiteren Checks sprangen uns die Flöhe an, die bei nicht mal einem ganzen Kammstrich über den Rücken in so einer Masse auftraten, dass die Tierärztin sagte, sowas sähe sie selten und die beiden sollten mal lieber einen Tag auf Station bleiben, da sonst die Tierpension gleich verseucht wäre. Schnell wurde ein Spot-on verabreicht, in der Station ein Abteil eingerichtet, das gereichte Futter wurde unter gegenseitigem Angeknurre hastig verschlungen. Ich sprach so vor mich hin, dass die zwei ja nochmal Glück gehabt hätten, dem Brand heile entkommen zu sein, was die Tierärztin damit kommentierte „doppeltes Glück, da sie jetzt bei Ihnen gelandet sind“.



Zuhause angekommen fragte ich bei den Abgebern an, ob sie uns wohl eine falsche Katze mitgegeben hätten. Nein, Man habe gesagt bekommen, es seien 2 Mädchen. Ja und danke, wegen der Flöhe habe man den Staubsauger eingesetzt. Der Größenunterschied käme davon, dass die eine Katze zuerst kein Trockenfutter habe fressen wollen.



Dann habe ich erstmal die Unterlagen gesichtet. Es war ein Zettel wg. Schmerzmittel für Mila dabei und auch einer mit dem Namen der Tierklinik. Dort angerufen und gefragt, was es mit dem Schmerzmittel auf sich habe und ob wir eine Bestätigung wegen der erfolgten Impfungen bekommen könnten. Und siehe da, der Fall der 2 Wohnungsbrandkatzen war bekannt – aber nur, weil die Leute morgens dort angerufen hatten. Aber auch zu der Klinik sagten sie, keine Möglichkeit zu haben, die Tierchen untersuchen zu lassen. Dann habe ich wg. dem Schmerzmittel angefragt bzw. wegen der Impfungen. Und natürlich waren keine gemacht worden, aber 14 Tage vorher war Milo dort vorgestellt worden, weil er nochmal 14 Tage zurück im Kippfenster hängen geblieben und seitdem schlimmstens gehumpelt hatte. Nach 14 Tagen war die Schwester des Besitzers dann zur Klinik gefahren. Milo hatte argen Durchfall, war bereits dort durch extremen Flohbefall aufgefallen und humpelte auf beiden Hinterbeinen. Aber, wie sollte es anders sein, weil es kein Geld gab, wurde weder geröngt noch gg. Flöhe oder Würmer behandelt. Lediglich ein Schmerzmittel und eines gg. Durchfall konnte gespritzt werden und ein Schmerzmittel zur Eingabe Zuhause wurde mitgegeben. Sowas ist einfach unfassbar. Wenn nicht böswillig, so ist das doch schon arge Tierquälerei, wenn den Tieren nicht einmal die minimalste tierärztliche Versorgung zuteilwerden konnte.

Nach diesen Infos wurde die Tierärztin nochmal informiert und am nächsten Tag, als Blut für den Test abgenommen wurde, wurden gleich Nierenwerte mit überprüft, um zu schauen, ob Nierenquetschungen vorlagen. Auch ein Röntgenbild wurde gemacht, erfreulicher Weise alles ohne weiteren Befund. Auch die FeLV/FIV-Tests sind negativ gewesen.



Montags sind die 2 dann in die Tierpension und eine Woche später in eine private Pflegestelle umgezogen. Hier zeigen die Zwerge sich total verschmust, verspielt und sozial mit Katzen und auch mit unseren (ruhigen) Hunden. Leider haben die 2 sich dann noch eine Erkältung mit hohem Fieber zugezogen, das wurde 10 Tage mit Antibiose behandelt, aber pünktlich zum Aufstellen des Weihnachtsbaumes waren sie wieder quietschfidel ;-).



In 2 Tagen (am 28.12.2017) steht die erste Impfung an, Milo soll dann auch kurzfristig kastriert werden. Eigentlich können sie nun umziehen, gern gemeinsam, aber auch einzeln zu altersentsprechenden Artgenossen, denn sie toben sehr gern mit den anderen Jungkatzen. Dem Menschen sind sie sehr zugewandt, sie lieben es, zu schmusen und dabei zu sein. Gern sitzen und liegen sie auf "Mensch" und geniessen es, gekrault zu werden.



Wir wünschen uns für die Zwei liebe, verantwortungsvolle Menschen, die sich bewusst sind, dass Tiere Geld kosten und nicht nur billigstes Trockenfutter fressen müssen. Es soll ein Zuhause in reiner Wohnungshaltung sein, sehr gern mit einem gesicherten Balkon, entweder die beiden gemeinsam oder gern auch einzeln zu netten Artgenossen.



Milo und Mia sind FeLV/FIV negativ getestet, entwurmt, entfloht, gechipt und bald auch geimpft. Milo soll baldmöglichst kastriert werden, Mia ist einfach noch zu klein, sie soll sich erst noch weiter erholen. Die 2 wohnen in 32457 Porta Westfalica in einer Pflegestelle und können nach Absprache auch besucht werden.



Sollten Sie Interesse an einer Adoption haben, lesen Sie sich bitte unseren Vermittlungsablauf sowie den Vertrag auf der Seite www.anaa-katzen.de VOR Anfrage durch; einige Fragen können damit im Vorfeld geklärt und Probleme vermieden werden.

Wir möchten auch darauf hinweisen, dass wir voraussetzen, dass Interessenten auch bereit sind, einmalig für unsere Tiere, die selber über 2.000 km unterwegs waren, wenn sie hier ankommen, weitere Strecken zu fahren. Im Interesse unserer Tiere suchen wir immer nach der besten Lösung, eine Lieferung vor die Haustür ist jedoch nicht möglich.



Kontakt:

K. Ridder

kerstin@anaa-katzen.de

05751/4099461




Kontaktdaten:
ANAA-Katzen Deutschland
Kerstin Ridder
Scherfling 31a
32457 Porta Westfalica

Telefon:
05751/4099461

Fax:
05751/965675

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